Türkei wird mit Iran Handel fortsetzen

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Türkei wird mit Iran Handel fortsetzen

14. Mai 2018 - 23:58
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Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi hat gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu deutlich gemacht, dass die Türkei die Verhängung neuer Wirtschafts-Sanktionen durch US-Präsident Trump ablehnt. Zeybekçi: "Wir werden auch weiterhin, entsprechend der Resolutionen der Vereinten Nationen mit dem Iran Handel betreiben.

Türkei wird mit Iran Handel fortsetzen

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi hat gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu deutlich gemacht, dass die Türkei die Verhängung neuer Wirtschafts-Sanktionen durch US-Präsident Trump ablehnt. Zeybekçi: "Wir werden auch weiterhin, entsprechend der Resolutionen der Vereinten Nationen mit dem Iran Handel betreiben.

Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht wegen der neuen US-Sanktionen erhebliche Auswirkungen und Konsequenzen auf deutsche und andere europäische Unternehmen zukommen. "Wir haben juristisch keine Möglichkeit, deutsche Unternehmen gegen Entscheidungen der amerikanischen Regierung zu schützen oder sie davon auszunehmen", sagte Altmaier am Freitag im "Deutschlandradio".

Nach geltendem US-Sanktionsrecht wären von den neuen Sanktionen auch deutsche Unternehmen betroffen, wenn diese zum Beispiel im Iran Geschäfte machten und zugleich in den USA auch tätig seien. Zudem müssten dann US-Unternehmen mit diesen Unternehmen ihre Geschäfte zurückfahren. 

Optionen, wie den Vorschlag, einen staatlichen Fonds zum Ausgleich möglicher Nachteile für Firmen, die im Iran tätig sind, zu schaffen, sei im deutschen Recht nicht vorgesehen, sagte Altmaier. "Wenn wir grundsätzlich erklären würden, wir gleichen solche Nachteile aus, dann könnte es für viele Länder in der Welt auch ein Anreiz sein, einseitig Maßnahmen und Sanktionen zu verhängen. Deshalb warne ich davor, voreilig Vorschläge ins Gespräch zu bringen", sagte Altmaier. Die Bundesregierung biete jedoch Unterstützung und juristische Beratung für betroffene Unternehmen an.

Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hatte deutsche Unternehmen aufgefordert, ihre Investitionen im Iran zurückzufahren. Der deutsch-iranische Handel ist allerdings gegenwärtig eher überschaubar: Im Hahr 2017 erreichte er laut des deutschen "Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen" (BGA) ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro.

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