Wegen Erdogan-Beleidigung wird Kantinen-Betreiber verhaftet

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Wegen Erdogan-Beleidigung wird Kantinen-Betreiber verhaftet

27. Dezember 2016 - 02:40
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Ein Istanbuler Friedensgericht hat die Festnahme eines Kantinen-Betreibers im Istanbuler Verlagshaus der Tageszeitung Cumhuriyet bestätigt. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Kantinen-Beitreiber Şenol Buran schwere Präsidenten-Beleidigung vor. 

Wegen Erdogan-Beledigung wird Kantinen-Betreiber verhaftet

Istanbul / TP - Der Fall einer Festnahme eines Kantinen-Betreibers der Tageszeitung Cumhuriyet schlägt hohe Wellen. Laut der Generalstaatsanwaltschaft, die eine Anzeige eines leitenden Mitarbeiters eines Sicherheitsdienstes sowie eines Polizeibeamten verfolgt, soll der Kantinen-Betreiber Şenol Buran den türkischen Präsidenten Erdogan schwer beleidigt haben. Buran räumte vor dem Friedensrichter ein, gesagt zu haben, er werde Erdogan keinen Tee servieren, sollte dieser jemals in der Istanbuler Kantine auftauchen, aber weitere Details über die Anhörung vor einem Istanbuler Haftrichter sind bislang nicht bekannt.

Der Fall sorgt inzwischen nicht nur in den Medien für sehr viel Wirbel, auch der Abgeordneter der Republikanischen Volkspartei (CHP), Barış Yarkadaş, hat inzwischen eine Kleine Anfrage an die Regierung gerichtet. Auch der Anwalt von Şenol Buran erhebt schwere Vorwürfe. Im sozialen Netzwerk Twitter erklärte der Anwalt Ö. Urfa, der Richter habe seinen Klient Vorwürfe gemacht. Er hätte ja still sein könne, nach dem der Präsident alle Anzeigen erst kürzlich zurückgezogen habe, erklärte Urfa in Twitter.

Şenol Buran wurde am Montag nach einer polizeilichen Durchsuchung seiner Wohnung in Istanbul festgenommen. Das Friedensgericht, die mit Festnahmen und Verhaftungen auch als Haftgericht bekannt ist, hatte am Montagabend die Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft sowie nach der Anhörung von Şenol Buran den Verhaftungsantrag bestätigt. Laut internen Quellen aus dem Gericht wird Şenol Buran "schwere Beleidigung" vorgeworfen.

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