Gesinnungsdiktatur migrantischer Türkei-Kritiker

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Gesinnungsdiktatur migrantischer Türkei-Kritiker

01. Ağustos 2016 - 19:31
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Innerhalb der Parteien in Deutschland findet ein Machtkampf zwischen migrantischen Türkei-Kritikern und türkischstämmigen Politikern statt, die ungleich geführt wird. Inzwischen sind auch die islamischen Gemeinschaften Ziel dieser Attacken. Ausnahmslos alle Opfer dieser Gesinnungsdiktatur wurden durch Denunziantentum zur Untätigkeit degradiert, aus der Partei ausgeschlossen oder gesellschaftlich derart kritisiert, dass die Zusammenarbeit mit der Politik nicht mehr möglich war. Jüngstes aber nicht das letzte Opfer: Betül Ulusoy oder die DITIB, dessen Projekt nun auf Eis liegt.

Nabi Yücel / TP - Kurz nach dem 15. Juli hatte die türkische Regierung eine Liste parat mit der Sie seither gegen die "Regierungsfeinde" vorgeht. Wie die Regierung zu der mutmaßlichen Liste kam, weshalb sie so schnell gegen die Putschisten und das Gülen-Netzwerk vorgehen konnte, dies stellte sich den hiesigen Medien erst gar nicht. So langsam verstehen aber auch die ersten deutschen Journalisten die Zusammenhänge und korrigieren bereits ihre anfangs angeführten Mutmaßungen, die sich im Deutschen Gedächtnis längst mit "Selbstinszenierung" und "Theater von Erdogan" etabliert haben.

Dabei gibt es diese der Türkei vorgeworfenen Gesinnungslisten längst auch in Deutschland, die von migrantischen Türkei-Kritikern in Gesellschaft und Politik durch die Bundesrepublik hin und her geschoben werden und das Schicksal einiger türkischstämmiger Politiker in der CDU, SPD, Grünen oder Linken maßgeblich steuern. Böse Zungen behaupten gar, dass die Abstammung jener in der Öffentlichkeit stehenden Personen und Politiker keine Rolle mehr spielt, weil sie sich "integriert" und "resozialisiert" haben, aber der Charakter nicht abzulegen ist und Ähnlichkeiten zur türkischen Regierung aufweist.

Einer dieser Listen fand jedenfalls unbeabsichtigt den Weg zu einem weiteren Adressaten, der nach Durchsicht schnell zu dem Schluss kam, dass es sich dabei um eine Liste mit Personen aus dem türkischstämmigen Politikerkreisen handelt, inkl. aller Informationen, die diese Personen in sozialen Netzwerken je geteilt, in ihren eigenen Internetpräzensen und gegenüber befreundeten Personen je Meinungen wiedergegeben hatten. Ausgangspunkt dieser email ist in NRW anzusiedeln, wo die Türkei-Kritiker innerhalb der CDU, SPD und Grünen am stärksten sind. Und hier wird es interessant... 

Man muss einige Jahre zurück gehen, um den Zusammenhang zu verstehen. Bis vor einigen Jahren arbeitete die TGNRW, der Landesverband in Nordrhein-Westfalen der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), bis eine Krise nach der anderen dazu führte, dass die TGNRW erst einmal führungslos blieb, dann sogar die öffentliche Arbeit ganz zum erliegen kam. Schon zuvor hatte das Deutsch-Türkisches Forum (DTF - ist eine Plattform der Bundespartei der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU)) in Köln genau den selben Aderlass hinnehmen müssen, bis auch sie kaum noch in der Öffentlichkeit auftrat. Grund waren türkischstämmige Lokalpolitiker, die den "Gesinnungstest" in den Augen dieses skrupellosen Netzwerkes nicht bestanden hatten. Namentlich sei da u.a. Ali H. Yildiz (CAF) oder Madlen Vartian genannt, die vor der öffentlichen Tribüne den Anstoß zur Attacke gaben und medial in Szene setzten - jedoch nicht alleine ohne Unterstützung der Landesregierung. Vielleicht erklärt sich auch, warum gerade diese Damen und Herren unbehelligt Parteipolitik mitgestalten können, während sie rassistisch wie nationalistisch die "Grauen Wölfe" wie Dackel aussehen lassen und dennoch dafür keine Konsequenzen zu fürchten haben. 

Schaut man sich z.B. Ali H. Yildiz an, kommt man nicht um andere Namen hinweg, die in dem selben und einem gemeinsamen Netzwerk Informationen sammeln, Screenshots erstellen, Gespräche aufnehmen oder Bewegungen der türkischstämmigen Lokalpolitiker und in der Öffentlichkeit stehenden Personenkreise mitverfolgen und minutiös notieren. Diese Netzwerkkrake ist derart effektiv, dass die gesammelten Informationen auch nach Jahren gegen missliebige Personen wiederverwendet werden können und auch angewendet werden, wenn ein Politiker oder Mitglied einer Partei nicht ins Spektrum passt, die ausserhalb ihrer Gesinnung stehen. Dieses Netzwerk, bestehend u.a. aus Mitgliedern der AABF (Alevitische Gemeinde Deutschland), der KGD (Kurdische Gemeinde Deutschland), CAF (Christlich Alevitischer Freundeskreis der CDU) sowie der neugegründeten MFD (Muslimisches Forum Deutschland) und anderen Vereinen und Verbänden, aber auch "türkeischstämmigen" Politikern die auf Karriere aus sind, agiert in Abstimmung und entsprechend ihrer Zielvorgaben. 

Bestes Beispiel Betül Ulusoy: Als sie nach dem Putschversuch in der Türkei von "Säuberungen" sprach, wurde sie sehr schnell und massiv angegriffen, korrigierte sich dann, entschuldigte sich gezwungenermaßen, um nicht aus der CDU ausgeschlossen zu werden - man hatte ihr wie man im türkisch so schön sagt "ayar" gegeben. Man muss nicht lange suchen, um auf die Drahtzieher dieser Hexenjagd zu kommen. Entsprechend verfuhr man schon mit ganz anderen und schwereren Kalibern, die gegenwärtig - wenn überhaupt - innerhalb der Linken, Grünen, SPD und CDU seit neuestem oder seit Jahren eine Daseinsberechtigung haben, mehr aber auch nicht. 

Einige dieser grauen Eminenzen, die im Hintergrund die Fäden ziehen sind, Ali Ertan Toprak sowie Ahmad Mansour. Ali Ertan Toprak, der ehemalige Cem Özdemir-Gehilfe in den Grünen, hat soviel Bewegungs- und Narrenfreiheit, dass der Vorsitzender der KDG sogar die Redeschriften vom Bundespräsidenten Gauck maßgeblich beeinflussen kann. Der Neueinsteiger Ahmad Mansour, der Gründungsmitglied der MFD und inzwischen zum "Islamexperten" avancierte, konnte sogar mit seiner Stimme dazu beitragen, dass der Vorsitzende der KDG in den ZDF-Fernsehrat bestellt wurde. 

Diese und andere Damen und Herren sind sogar imstande, die Auflösung von ihr nicht mehr nützlich erscheinenden Organisationen oder gar "Verbündeten" anzustoßen bzw. einzuleiten, wie es jetzt der Union der Vielfalt der CDU Nordrhein-Westfalen ereilen wird. Da spielt es auch keine Rolle mehr, wenn dabei Cemile Giousouf MdB oder Serap Güler MdL, beide überaus im Sinne dieses Netzwerks arbeitenden Damen, auf der Straße landen - denn, dieses Netzwerk braucht sie nicht mehr. Sie haben inzwischen die nötige Einflusskraft, um ihre Ziele ohne die Mithilfe von "Gesinnungsgenossen" zu verfolgen, die später zu Problemfällen werden könnten. Inzwischen wird schon am Ast dieser Damen gesägt; die nächste Zeit wird also zeigen, wofür die Damen dann überhaupt noch zweckdienlich sind.

Unterdessen richtet man jetzt die Geschütze auf die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion). Angeführt durch Azizi, Beck, Özdemir, Ourghi wird derzeit eine Debatte angestoßen, die einer antimuslimischen Agitation im nichts nachsteht. Mimoun Azizi und Abdel-Hakim Ourghi, die als pseudowissenschaftliche "Experten", wie es Murat Kayman vortrefflich formulierte, diskreditieren gezielt die DITIB, eines der größten islamischen Religionsgemeinschaften im Land. In die gleiche Kerbe schlugen auch schon Volker Beck, Ali Ertan Toprak und Ahmed Mansour ein. Mansour wörtlich: "Vielleicht erkennen jetzt wenigstens auch die Politiker in Deutschland, die immer noch bereitwillig mit Ditib kooperieren, die Doppelmoral ihrer vermeintlichen Partner.“ Aber um was zu etablieren?

Keine Frage, Kritik ist erwünscht, aber die gezielten Attacken sind koordiniert und werden über dieses Netzwerk gesteuert. Mittlerweile so effizient, dass die AABF und die KDG die ihr spezifisch zuzuordnenden Migranten sogar öffentlich auffordern Mitglied zu werden oder wie die AABF, "Aleviten" aufruft ihre Kinder in den spezifischen Religionsunterricht einzuschreiben, an der sie jedoch nicht unbedingt teilnehmen müssten - wieso also einschreiben, wenn der Unterricht nicht besucht werden muss, fragt man sich da automatisch!

Und dies wird Zug um Zug umgesetzt, sofern sich "Aleviten" auch angesprochen fühlen. Die AABF hat nämlich ein großes Problem, wie auch die KDG: Geringe Mitgliederzahlen. Beide Verbände sprechen nur einen Bruchteil der Menschen an, die in Frage kommen und das kann u.a. bei der AABF und dem alevitischen Religionsunterricht z.B. in NRW in Zahlen so ausgedrückt werden: ca. 3.300 Schüler hatten sich zuletzt für den "alevitischen Religionsunterricht" angemeldet, Tendenz sinkend. Bei angeblich 450.000 Aleviten, die die AABF zu vertreten glaubt, ziemlich unglaubwürdig. Mehr Schein als Sein? Es geht speziell bei der AABF nicht mehr nur um Religion oder "Minderheit" sondern um knallharte Politik, Mitbestimmung im großen Stil. Bei allen inkl. der Bundesregierung geht es wohl inzwischen auch um Milliarden in der Wohlfahrt. Hundertausende Migranten die als Rentner gepflegt, gehegt und umsorgt werden müssen, warten noch immer auf eine Religionsgemeinschaft, die das übernimmt - nur nicht die DITIB und andere islamische Gemeinschaften, die nachwievor auf die Anerkennung als Religionsgemeinschaft warten. Inzwischen werden schon die ersten Konsolidierungsgespräche zwischen den neu gegründeten "muslimischen" Vereinen wie der MFD oder LIB (Liberal-Islamischer-Bund) ins Gespräch gebracht - von nicht geringeren als diesen "Experten".

Diese Gesinnungsdiktatur hat auch dazu geführt, dass die größte türkische Vereinigung, die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) sich schon gar nicht mehr traut, Kritik an der Bundesregierung, an der Politik, an diesen Vereinen oder Verbänden auszuüben, während diese bei erstbester Gelegenheit kein Blatt vor den Mund nehmen, um der TGD bei Missfallen eine Breitseite zu geben. Ist auch kein Wunder, denn die Landes- und Bundespolitik unterstützt das mit Wohlwollen. Während also diese Vereine und Verbände im Hintergrund die politische Szene in Deutschland aufmischen und nach ihren Maßstäben gestalten, hat die Türkische Gemeinde in Deutschland kein anderes Problem ausser sich für die noch verbliebene Lücke "Vielfalt" zu engagieren, aber u.a. die türkischen Belange in Köln links liegen zu lassen, während andere türkischstämmige Vereine und Organisationen ihre Aufgaben dennoch wahrnehmen und sich nicht durch kritische Berichterstattung und politischen Anfeindungen aus dem Konzept bringen, die von eben jenem Netzwerk massiv geschürrt werden. 

Da die Machenschaften überregional stattfinden und die involvierten Personen und Kreise umfangreich sind, wird dieser Artikel in weiteren Berichten ausführlich erweitert.
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